Stadtgebiet Hörstel             .

DRK-Wasserwacht

Übersicht
DRK Torfmoorseedienst  
Stehhaltegurtübung am Torfmoorsee 2002  
Ausbildung Wasserrettung v. 29.03.2010  
DRK Wasserrettung  
   
Die DRK-Wasserwacht ist eine eigene Rotkreuzgemeinschaft, die sich mit allen Themen um und für die Wasserrettung beschäftigt. 
Im Stadtgebiet Hörstel gibt es keine DRK-Wasserwacht. Das Thema Wasserrettung wird am Torfmoorsee von der DLRG Ortsgruppe Hörstel wahrgenommen, mit der die Rotkreuzgemeinschaften im Stadtgebiet partnerschaftlich verbunden sind. Aber nicht nur am Torfmoorsee können Wasserrettungseinsätze notwendig werden. 

Nasses Dreieck 
Das Stadtgebiet Hörstel und insbesondere der Ortsteil Riesenbeck ist mit dem Dortmund-Ems-Kanal und dem Mittelandkanal, der sich in Hörstel fortführt und in Bevergern mit Dortmund-Ems-Kanal und Torfmoorsee sehr reich an Wasseroberfläche. Erschwerend kommt im Bereich Riesenbeck hinzu, dass durch Spundwände nur Steilufer mit etwa einem Meter Höhenunterschied zur Wasseroberfläche gegeben ist.

Diese Gegebenheiten veranlassen die Rotkreuzgemeinschaften auch für mögliche Einsätze zur Wasserrettung vorbereitet zu sein. Zumal die Rotkreuzgemeinschaften Bevergern, Dreierwalde und Riesenbeck im Rahmen des Sanitäter vor Ort (SanvO) zu solchen Einsätzen alarmiert werden können. Im Vordergrund steht dabei schnelles Handeln. Die SanvO sind in der Regel in 3 bis 4 Minuten nach Alarmierung am Einsatzort. Und zu diesem Zeitpunkt besteht die reelle Chance, die Person noch rechtzeitig aus dem Wasser zu retten.

Bei den Überlegungen zur Einsatzvorbereitung und Durchführung für solche Einsatzlagen haben wir folgende Artikel und Vorschriften herangezogen:

  • Fachzeitschrift Rettungsdienst 9.2009 Seiten 832 bis 837 "Wasserrettung mit den Mitteln des RTW". 
  • GUV-R 2101 
  • FW-DV 8
  • Zeitschrift Brandschutz von April 2004 "Wasserrettung mit Hubschraubern" Seiten 225 bis 232
Aufsatz aus der Zeitschrift Brandschutz von April 2004 "Wasserrettung mit Hubschraubern" Seiten 225 bis 232 hingewiesen. Dort geht es um das Wasserrettungskonzept in Bayern unter Einsatz von Rettungshubschraubern. Da geht man davon aus, dass weder die Vorschriften nach GUV-R 2101 noch nach FW-DV 8, angewendet werden können, weil diese Vorschriften von Taucheinsätzen wesentlich länger als 10 Min ausgehen. Die dort ausführlich dargelegten Argumente gelten auch für unsere SvO-Einsätze.

Beschreibungen zu den Erstmaßnahmen bei Ertrinkungsunfall und Beinahertrinken finden Sie unter dem abgebildeten Link (blaue Schrift).

Auf den DRK-Fahrzeugen, auch auf den MTWs führen wir umfangreiche Sanitätsausstattung mit, die wir auch für die Wasserrettung einsetzen können:

Vakuummatratze
Pneumatische Mehrkammerschienen
Vakuumschienen
 

Das sind schwimmfähige Hilfsmittel, die bei der Rettung von Personen eingesetzt werden können. Auf unseren Fahrzeugen sind auch die üblichen Rettungsleinen (Fangleine, DIN 14920) vorhanden.

 

Aber diese Leinen sind für die Wasserrettung nicht geeignet. Vielmehr müssen wir unsere Fahrzeuge mit schwimmfähigen und eingefärbeten Rettungswurfleinen annähernd nach GUV-R 2101 bzw. nach ILS (International Life Saving Federation) nachrüsten.

 
 

Für das Herausholen einer Person an Steilufern wäre ein Spineboard ideal, das sich zur Zt aber nicht in der Ausstattung der Rotkreuzgemeinschaften befindet.


Spineboard
 

Im RTW z.B. führen wir ein Rettungstuch aus Complan mit. Dieses Rettungstuch hat auch einen leichten Auftrieb. Es sind aber für eine patientenschonende Rettung mehrere Helfer erforderlich.
Rettungstuch 
Rettungstuch aus Complan
 


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